Reflexion für Fachpersonen

Der Berufsalltag als Hebamme kann Herausforderung sowie Auseinandersetzung mit ethischen Haltungen und eigenen Werten mit sich bringen. Es können in der Praxis neue, bisher noch unbekannte Situationen in der Familienbegleitung angetroffen werden, die komplex und vielschichtig sind.

Die Möglichkeit, aufkommenden Fragen, die eigenen Ressourcen sowie eine Auslegeordnung der möglichen Wege sorgfältig zu reflektieren, lassen Neu-Orientierung und Bestärkung der eigenen Kompetenzen zu. Fallbeispiele können fachlich besprochen und analysiert werden.

Wichtiger Bestandteil ist zudem die eigene Psychohygiene zu bestärken.

Hier stütze ich mich unter anderem auf das «Konzept der kollegialen Beratung», vielfältige Weiterbildungen, Mind Body Medicine sowie Mindfulness Self-Compassion.

Termine nach Vereinbarung in der Praxis oder online


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Beispiel aus der Praxis

Eine freipraktizierende Hebamme meldet sich, nachdem sie von einer schwangeren Klientin angerufen wurde, die soeben bei der Ultraschalluntersuchung ihrer Gynäkologin erfahren hat, dass ihr Kind in der 22.SSW im Bauch Auffälligkeiten zeigt, die ein gesundes Weiterwachsen und Aufwachsen in Frage stellen.

Dies ist in ihrer Hebammenpraxis die erste Konfrontation mit einer schwerwiegenden Prognose und Diagnose in der Schwangerschaftsbegleitung.

Wir besprechen konkret praktische Möglichkeiten für den ersten Besuch bei der erschütterten Familie zu Hause. So ist sie bestärkt in ihrem Wissen und sieht Handlungsspielraum in der weiteren anspruchsvollen Begleitung der Familie. Zudem schauen wir zusammen, wie sie mit ihrer eigenen Betroffenheit sorgsam umgehen kann.

Es folgen weitere Termine in grösserem Abstand während der gesamten Begleitung der betroffenen Familie.